Die Verkehrspsychologie und somit der Beruf des Verkehrspsychologen entstand Mitte des 20. Jahrhunderts als eigenständige Wissenschaft. Davor wurden die Belange, die mit dem Verkehr einhergingen in anderen Disziplinen wie der Nationalökonomie behandelt. Mit dem Beginn der Verkehrspsychologie fing man an, die Eignung von Fahrern im öffentlichen Dienst zu überprüfen und psychologische Auswirkungen des zunehmenden Verkehrsaufkommens zu untersuchen.
Dennoch gab es auch in deutlich früheren Zeiten erste Akademien und Einrichtungen, die sich mit dem Verkehrswesen auseinaser setzten. So wurde im Jahr 1747 in Paris die Ecole nationale des Ponts et Chaussées (die Akademie für Straßen- und Brückenbau) gegründet. Auch in anderen Ländern gab es ähnliche Einrichtungen. Je mehr das Verkehrswesen sich technisch, wirtschaftlich und politisch entfaltete, desto bedeutender wurden auch die Verkehrswissenschaften und die damit zusammenhängende Beruf des Verkehrspsychologen. Bedeutende Verkehrswissenschaftler in dieser Entwicklung waren unter anderem Emil Sax (1845-1927), Richard van der Borght (1861-1926), und Kurt Wiedenfeld (1871-1955).